Nach dem Endausbau werden im Bioenergiezentrum Hochfranken pro Jahr rund 76.000 Megawattstunden Strom und Wärme erzeugt. Das reicht, um 40% des örtlichen Bedarfs an Strom in Privathaushalten und Industrie zu decken. 90% der Energie werden direkt in die örtlichen Netze eingespeist und dort genutzt. Vorgelagerte Stromnetze werden also erst gar nicht belastet. ‚Intelligentes Stromnetz‘ oder ‚Smart Grid‘ nennt man das.

Durch ein gesteuertes Mikrogasnetz werden die Energieerzeuger und die Energieverbraucher miteinander verbunden. Ein intelligentes Netzmanagement ermöglicht die Regelung der Erzeugung, der Speicherung und des Verbrauches der Energie. Somit ist gewährleistet, daß 100% der erzeugten Energie (elektr. und therm.) vor Ort verbraucht wird und die vorgelagerten Netze nicht belastet werden. Weiterhin werden durch die entwickelte Regelkapazität Ressourcen  für Wind- und Solarstromerzeuger geschaffen, um einen sinnvollen Energiemix zu ermöglichen. Diese Einheiten werden ebenfalls in das ‚Smart Grid‘-System integriert.

Über das bereits vorhandene Mikrogasnetz soll dann noch ein Nahwärmenetz gespeist werden. Davon können in Zukunft Schwimmbäder und Schulen aber auch Häuser der Wohnungsbaugenossenschaft profitieren. Und natürlich die Einwohner von Rehau: durch eine zukunftssichere Preisstabilität, da die Biomüll-Entsorgungskosten langfristig abgesichert sind.

Schema BEZ_2

Dank eines vorhandenen, ausgedehnten Mikrogasnetzes und diverser Nahwärmenetze ist die Stadt Rehau schon ab 2014
in der Lage,  den von der Bundesregierung vorgegebenen Anteil der erneuerbaren Energien am gesamten Stromverbrauch
auf rund 40 % zu steigern.