Die Bioabfallvergärungsanlage Hochfranken – betrieben von der RSB Bioverwertung Hochfranken GmbH – garantiert die hoch effektive Vergärung von biologischem Hausmüll. Das heißt: Die Anlage wandelt den Inhalt der Biotonne aus den lokalen Landkreisen zu Biogas und Kompost um. Die Endinbetriebnahme erfolgte im Frühjahr 2015. Bei Volllastbetrieb können in der Anlage jährlich bis zu 30.000 Tonnen Bioabfall verarbeitet werden. Das produzierte Biogas treibt Gasmotoren an, die jährlich rund 19.500 Megawattstunden Energie erzeugen. Das Biogas wird über die bereits bestehende Struktur einer Mikrogasleitung sowie von Satelliten-Blockheizkraftwerken vollständig und zu jeder Jahreszeit zu 100 % genutzt.

BVA_Anlieferung Biomuell_Januar 2015

Mit dem entwickelten WastERGY®-Verfahren („Waste to Energy“) werden bisherige Probleme, die beim Vergären der Biotonne entstehen, kompetent gelöst: Durch eine aufwendige Aufbereitung werden Störstoffe wie Plastik, Glas und Blech von den biogenen Stoffen getrennt. Weitere Abtrennstufen ermöglichen eine Reinheit des Gärrestes von mehr als 99,5 %, was die Weiterverarbeitung stark vereinfacht.

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Das mehrstufige Nass-Vergärungsverfahren mit patentierter Helixhydrolyse gestattet eine intensive Vergärung der abbaubaren Stoffe – und das komplett unabhängig von jahreszeitbedingten Temperaturschwankungen. Die Gasausbeute ist am Ende 25 bis 30 % höher als bei bestehenden Verfahren. Eine weitere Besonderheit ist die 100% ige Nutzung der Energie. So werden sowohl der Strom als auch die Wärme über das bestehende Mikrogasnetz vollständig genutzt. Projekte zur Erweiterung des Mikrogasnetztes wie z.B. für das Schulzentrum und das Freibad sind in Vorbereitung.

Ergebnis für die Bürger: Durch die hohe Wirtschaftlichkeit des Verfahrens bleiben trotzt der aufwendigen und umweltgerechten Aufbereitung des Bioabfalles die Entsorgungskosten dauerhaft stabil.